Übertragungswege von HIV

HIV kann übertragen werden bei ...

  • Sex ohne Kondom (vaginal, anal, oral)
  • Schwangerschaft, Geburt und Stillen
  • Gemeinsamer Gebrauch  von Nadeln und Spritzen
  • Gabe von Blut oder Blutprodukten
  • Stichverletzungen, offene Hautwunden
  • Transplantation infizierter Organe

Für fast alle erwähnten Situationen gibt es Schutzmaßnahmen, mit denen eine Übertragung von HIV nahezu ausgeschlossen werden kann.

So gelten zum Beispiel beim Sex die Safer-Sex-Regeln. Somit kann das Risiko einer HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind auf 1 bis 2% gesenkt werden (früher 30%), wenn dazu folgende Maßnahmen beachtet werden: fortlaufende antiretrovirale Therapie der schwangeren Frau und später des neugeborenen Kindes, Kaiserschnitt und kein Stillen.

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Wie funktioniert eine Ansteckung?

Für eine Ansteckung benötigt das Virus eine Eintrittspforte in einen menschlichen Körper. Mögliche Eintrittspforten:

  • Über Schleimhaut:
    • Scheidenschleimhaut
    • Penisspitze
    • Darmschleimhaut
    • Mund
    • Nase
    • Auge
  • Frische offene Wunden

Infektiöse/nicht infektiöse Körperflüssigkeiten

Für eine Übertragung von HIV ist eine infektiöse Körperflüssigkeit notwendig.

Infektiös Nicht infektiös
  • Blut
  • Speichel
  • Samenflüssigkeit
  • Schweiß
  • Scheidenflüssigkeit
  • Urin und Kot
  • Muttermilch
  • Tränen
  • Liquor = Rückenmarks- und Hirnflüssigkeit

Besonders hoch ist die Virus-Konzentration in Blut und Sperma, diese Flüssigkeiten sind daher besonders infektiös.

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